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Einladung : Monday 14th september Welcome back Party organized by you !!!

So vorletztes mal das wir hier reinschreiben….

Die Vorletzte Woche haben wir, den letzten für uns noch unentdeckten Fleck von Ruanda in Angriff genommen: Butare!

Die 2. größte Stadt des Landes, auf die wir uns extrem gefreut haben, hat sich als ziemlich langweilige Einöde, mit einer mini Einkaufsstrasse entpuppt.

 

Aber zunächst müssen wir noch etwas zurück, zu vorvorletzten Samstag, unserem super Party Wochenende….

 Abends ist unser Partykumpel Albert vorbei gekommen und wir haben eine Runde „Circle of Death“ gespielt, wir haben ihn angesteckt!!

Der Abend verlief sehr flüssig und nahm dank Anikas genialer neuen Regel „ Jacko Moves“ ein extrem Witzigen verlauf. Albert war der König des Moonwalk!

Ihr müsst euch vorstellen, das wir nach 6 Wochen zum Ersten Mal wieder was getrunken haben und deshalb nach 3 Bier, so dermaßen voll waren, dass wir unser kleines kirchengeleitetes Jugendherbergchen dermaßen auf den Kopf gestellt haben, dass wir am nächsten Morgen, einige Anfragen zur Teilnahme der nächsten Runde hatten und unsere 70 jährige Mitbewohnerin uns am nächsten Tag ans Herz gelegt hat beim nächsten mal besser ein Einzelzimmer zu buchen;-)

 

Gegen Mitternacht hatte Albert die brillante Idee noch in einen Club zu Fahren. Natürlich waren wir nach 6 Wochen ohne party und immer um 21:00 zu bett gehen, voll dabeiJ

Also sind wir mit dem Taxi quer durch Kigali gedüst um zum KBC Club zu kommen.

Wie immer sind wir als „Musungus“ (weiße) ohne anzustehen direkt reingekommen.

 

Der Club war echt nen angesagter Schuppen, sogar die ruandanesische  Basketball Nationalmannschaft war am start. (die kannten wir ja schon von dem Training, das wir gesehen hatten) Da Albert Jeden der irgendwas mit Sport zu tun hat kennt haben wir einfach mal mit irgendwelchen NBA Stars party gemacht Das war für Jules etwas anstrengend da immer wenn er Bier holen war Anika widerwillens bei einem anderen Star im Arm hing.    (echt anstrengend so ne hübsche Freundin zu habenJ)

 

Am Sonntag hatten wir den ganzen Tag einen übelsten hangover (Kombination aus Antialkoholismus und schlechtem Bier). Also haben wir den ganzen Tag damit verbracht uns unserem Selbstmitleid und dem Alkoholhass zu widmen.

 

Montag sind wir in voller Vorfreude zu unserem nächsten Ziel Butare gefahren (in einem richtigem ReisebusJ), angeblich die 2. größte Stadt Ruandas….Pustekuchen!

Wieder einmal lag eine Woche in einem Vorort eines Vororts vor uns….

Depressionen bahnten sich an. Aber wie man hier sagt, abwarten und Tee trinken ( und hier ist es nicht nur ein Wortspiel).Zu Anikas Begeisterung gab es in der Familie auch eine Baby Katze, die von Jules auf den Namen Leo getauft wurde ( Andenken an Leo vom Mahou).

Wir wohnten in der Familie des Schulleiters: Er selbst ein super netter Workaholic, der auf 1,85m geschätzte 30 Kilo wog, seine Frau eine misstrauische  aber nette Afrikanerin und zusammen hatten sie 3 kleine Kinder, dass bemerkenswerte war das fette Baby( 1 Jahr alt- geschätzte 40 Kilo), das mehr verdrückt hat als wir zusammen.

Abends haben wir uns das Internat angeguckt in der wir die Woche über arbeiten sollten. Eine sehr junge Schule (2002) mit 280 SchülerInnen im alter von 13-16 Jahren.

Die Animatorin der Schule, war unsere Ansprechpartnerin vor Ort und war hin und weg von Jules, außerdem  dachte sie witzigerweise das „Yes“, „of course“ bedeutet.   

 

An den nächsten beiden Tagen haben wir dann je 4 Stunden lang in 3 verschiedenen Klassen jeweils 50 Kinder unterrichtet und das auch noch unvorbereitet. Aber es hat super viel Spaß gemacht.

Wir sind davon überzeugt, dass waren Ihre besten 4 Stunden ihrer ganzen Schulkarriere. Wir haben ein Europa Quiz gemacht (waren uns aber manchmal selber nicht ganz sicher ob die antworten wirklich richtig waren ), die Kinder haben für uns gesungen und getanzt und wir sind spazieren gegangen. Jules hat dann noch ne kleine Geschichtsstunde über den 2. Weltkrieg gehalten und wir haben erfahren, dass während des Genozids auf dem Fußballfeld der Schule 5000 Menschen ermordet wurden.

Auch hier sind 50% der Schüler Waisen und nach 2 ½ Monaten ist es immer noch erschreckend welche Ausmaße der Völkermord im ganzem Land hatte.

 

Mittwoch fühlten wir uns nach 2 Tagen unterrichten ziemlich intellektuell und fuhren mit der Mädchenfußballmannschaft der Schule zu einem Spiel. Eigentlicher Beginn 15 Uhr, Anstoß 16:30. Wir hatten aber das Gefühl, dass man eher uns angeguckt hat als das Spiel… like allways!

Natürlich hat unser Team gewonnen, die Mädels hattens echt drauf, selbst Jules war beeindruckt.

Später hat sich noch heraus gestellt das das Gegnerische Team mit Hilfe ihres Schulleiters gepfuscht hat, indem sie Schulfremde Spielerinnen eingesetzt haben.

 

Donnerstag haben wir uns frei genommen um die Metropole Butare zu entdecken.

Nach 20 Minuten hatten wir alles gesehen…

Später am Nachmittag sind wir noch zur Schule Volleyball spielen gegangen.

Anika hats nicht lange ausgehalten, da wie immer 50 Leute um uns standen und bei jedem Schlag von uns gelacht und die ganze Zeit geglotzt haben.

 

Freitag haben wir mit Prince, dem Intendant der Schule, das National Museum und die beste Uni von Ruanda besucht. Beides war sehr beeindruckend und Interessant. Etwas verwirrend waren jedoch die Studenten in der Uni die lauthals betend über den Campus liefen (freiwillig!). Dies Erinnerte stark an die „Jesus rettet Frau“ von der Schildergasse.

Und dann fing langsam Anikas Rückfall an und wir mussten auf Grund von Flitzekacke schleunigst wieder zurück!!

Den Rest des Tages verbrachte Anika mit schlafen und Jules mit Fußballspielen. Doch leider konnten wir nur auf einem kleinen Feld spielen da gerade „Gacaca“ ( eine Art öffentliche Volksrichtung über Genozid Beteiligte) abgehalten wurde.

 

Samstag war Anika wieder Todkrank mit Fieber und allem was dazu gehört. Also haben wir den ganzen Tag Filme geguckt ( zum Glück hat Jules seinen Laptop mitgenommen) und er entdeckte seine Leidenschaft fürs Schach spielen. ( der Computer ist aber ein zu starker Gegner = in 70 Spielen 3 mal gewonnen)

 

Sonntag war wieder Frauenfußball angesagt…wuup wuup… und diesmal übertrieben sie es,      2 ½ Stunden warten auf den Anpfiff in der prallen Sonne.

Tja aber wieder gewonnen 3:0 yeaaaaaaaaaaaaah

Danach meinte der Schulleiter ob wir kurz für 2 Minuten mit zu einer Feier kommen könnten, er hatte keine Lust alleine zu gehen. In Wirklichkeit waren wir wieder die Vorzeige Weißen und die kleine Feier hat sich als 2 stündige, arschlangweilige Zeremonie entpuppt, bei der die Großmutter zum erstem mal ihre 2 und 4 Jahre alten Enkel zu sehen bekam. Es gab sogar einen Zeremoniemeister für sagenhafte 12 Personen und der Ehemann hat bei seiner Rede erstmal ganz charmant darauf hingewiesen, dass seine Frau vor den Kindern ziemlich dick war und jetzt dank der Geburten dünn ist!

Danach gings für Jules wieder zum Fußball und er war der Held des Feldes. Durch ein spektakuläres Glückstor hielten ihn alle für einen Fußballgott, selbst der Coach fragte ihn in der Halbzeit nach Verbesserungstips.

 

Montag gings Anika wieder halbwegs gut und wir machten uns auf nach Kigali um dort Pascal zu treffen und mit ihm zurück nach Byumba zu fahren. Wir mussten 4 Stunden auf ihn warten und waren in dieser Zeit seid langem mal wieder in unserem Lieblings Cafe „Simba“. 

Und konnten endlich mal etwas anderes essen!!

Abends wurden wir dann wieder herzlich von Pascals Familie aufgenommen und wir freuten uns mal wieder unter bekannten Leuten zu sein. Die Kinder sind der Hammer.

 

Dienstag haben wir 3 Stunden lang gewaschen und mit den Kidis gespielt.

Und Mittwoch hat uns Emmanuel besucht, zu dem wir am Donnertag  wieder gefahren sind. In die Region Kiruhura, wo wir die Kleideraktion gemacht haben.

 

Also Donnertag sind wir nach der gewohnten Minibus und Buckelpistenfahrt bei Emmanuel (Manni) angekommen, die Kinder des Dorfes kannten sogar noch unsere Namen und sind unseren Motorrädern bis zum Haus hinterher gerannt. Es war super schön alle wieder zusehen.

Abends haben wir ne kleine Nachtwanderung gemacht und es hat schon wieder angefangen zu regnen, natürlich hatten wir wieder 10 Kinder im Schlepptau…

 

Am nächsten Tag haben wir uns mal auf die andere Seite des Berges begeben, denn wir wollten unbedingt noch mal Kleidung besorgen. Nach einer wunderschönen, 30 minütigen Motorradtour, haben wir uns wieder in die Verhandlungsschlacht begeben. Unser Ziel war es mehr Klamotten für weniger Geld als letztes Mal zu ergattern (102 Teile für 28 &euro. Unsere neue Taktik: Emmanuel, unser schwarzer Freund geht alleine vor und verhandelt für uns, 10 Minuten später kommen wir („reiche Musungus&ldquo und kaufen, ansonsten würden wir den 4fachen Preis bezahlen und wir habens tatsächlich geschafft:103 Teile für 25 Euro!!!

Wieder in Kiruhura angekommen, sind wir auf eine Hochzeit, zu der wir eingeladen waren gegangen. Das schönste war die Wanderung durch die Teefelder, da die Hochzeit am anderen Ende des Dorfes stattfand. Eine unglaubliche Erfahrung durch 100 ha Tee bei 30 grad in langer Hose zu laufen. Jules musste nämlich gegen seinen willen lange Hosen tragen für die Hochzeit, da hier Männer normalerweise nie ihre Beine zeigen.

Nach nur unvorstellbaren 90 min., d.h. Emmanuel meinte wir bleiben nur 1 Stunde und normalerweise dauert es dann 4 Stunden, waren wir wieder beim Manni zuhause… Da wir auf dem Hinweg unsere Kleidungsaktion bekannt gegeben hatten, erwarteten uns schon ca. 200 Kinder in Kampfbereitschaft….

Und leider Gottes wurde es echt ein Kampf, jeder wollte unbedingt ein Kleidungsstück abstauben. Doch wie immer war es nicht genug und es gab 103 überglückliche Gesichter gegen mindestens genau so viele unglückliche. Es ist nicht nur schön zu helfen. Aber zumindest werden jetzt 250  von Ihnen dank unserer Kleideraktionen und eurer Spenden weniger frieren. Der Dank der aus diesen kleinen schwarzen Augen glänzte gehört auch euch allen die gespendet haben!!!

 

Samstag haben wir dann so viel Zeit wie möglich mit den Kindern verbracht. Schließlich war dies vielleicht der letzte gemeinsame Tag in unserem Leben. Also hat Jules den ganzen Tag Fußball  gezockt und Anika 50 Kinder entertained.

Die Kinder sind uns echt ans Herz gewachsen und der Abschied viel uns sehr schwer.

 

Abends hat Manni einen Kompressor ausgeliehen und wir haben einen Musikvideoabend  gemacht. Ihr habt ja keine Ahnung wie einen 4 Stunden Afrikanische Mucke nerven kannJ Das halbe Dorf kam vorbei und es war ein mega Spektakel.

 

Am nächsten Tag kam Pascal mit seiner Frau vorbei, er und Manni hielten zusammen den Sonntagsgottesdienst ab. Natürlich waren wir auch beim Hardcore-Church-day dabei. 5 Stunden Predigen, Taufen, Singen und Tanzen. Am ende haben sie sogar noch Früchte versteigert. Später sind wir dann wieder mit nach Byumba gefahren, das halbe Dorf kam um uns Tschüss zu sagen. Auch hier war es die letzte gemeinsame Nacht für uns und die Familie.

 

Am Montag hatten wir dann die super Idee zu den Vulkanen zu fahren um sie am nächsten Tag zu besteigen.

Das hieß, eine Stunde von Byumba nach Kigali, dort 3 Stunden warten, dann 2 Stunden mit dem Minibus nach Ruhengeri und 30 Minuten Motorrad fahren bis wir am Guesthouse angekommen waren. Tja, die scheiß Amis waren schneller, das ganze Hotel war ausgebucht und somit hätten wir 50$ pro Nacht blechen müssen. Als wir dann am National Park Office nach einer Lizenz für die Trekkingtour gefragt haben , wurden dann aus denn 14$ schlappe 300$, der Pascal hatte sich ein wenig mit dem Geld vertan.

Also hatten wir ein fettes Problem und es hieß Rückzug nach Kigali. Auch mal schön den ganzen Tag im Bus durch Ruanda zu Cruisen. Jules war ziemlich geknickt.

 

Gestern morgen hat uns ganz spontan Jean-Paul, der Junge aus Cpaj, besucht und wir konnten ihm endlich sagen, das wir jemanden gefunden haben, der ihm eine Ausbildung ermöglicht. Er konnte ne halbe Stunde nichts mehr sagen und war extrem gerührt! Er meinte wir hätten sein Leben verändert, wir glauben, dass wenn man weiß wie viel 10€ im Monat hier bewirken können, viel mehr Menschen spenden würden! Also checkt eure Konten J…..

 

So und ab jetzt noch 5 mal schlafen….

 

Peace and Love Anika & Jules

 

 

 

 

9.9.09 16:27

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