Letztes Feedback

Meta





 

HalbzeitJ

Also Leude es ist lang her…

 

Wir hatten jetzt längere Zeit kein Internet, deshalb müssen wir uns jetzt echt ma anstrengen  die letzten 2 Wochen für euch zusammenzufassen.

 

So Montag sind wir mit dem Minibus in die Province Byumba gefahren, schön zusammen gequetsch mit 16 Ruandanesen in einem alten T2 eine Stunde Buckelpiste und Massenschwitzen. In Byumba wurden wir von der französischen Delegation ( zwei Kollegen von Jules’ Opa aus Paris) empfangen, waren alle zusammen essen und haben dann die Familie eines Pastors besucht dessen Frau vor kurzem bei einem Autounfall gestorben ist. Ein kleiner Junge hat sich direkt in Anika verliebt und saß den ganzen Abend auf ihrem Schoß. Irgendwann abends konnten wir dann endlich zu unserem neuen zu Hause für die nächsten Wochen bei Pascal der uns auch schon mal in Köln besucht hat. Das Haus von ihm ist super schön, zwar leider ohne warmes Wasser, aber die Familie ist total nett zu uns und die drei Kinder ( Gallile 12, Elizabeth 6, Chance 4) sind total süß und rießen Fans von uns.

 

Dienstag waren wir kurz mit der Delegation im Rathhaus von Byumba und haben danach eine Kirche besucht. Der Pastor der Kirche wollte uns direkt trauen und meinte er wurde für unsere Ehe beten. Die meisten hier denken sowieso, dass wir verheiratet sind.

Den Rest des Tages waren wir bei Pascal zuhause und haben mit den Kindern gespielt. Abends waren wir joggen… oh man sind wir untrainiert!

 

Mittwoch waren wir mit der Delegation verabredet um einen Bau eines Sportplatzes und einer Bibliothek zu besichtigen. Deshalb  sind wir extra um halb sieben aufgestanden, leider war um halb zehn immer noch keiner da…. This is Africa…

Naja die Säcke haben uns einfach vergessen, Pascal war echt sauer.

Also haben wir den restlichen Tag zum waschen genutzt, war eh aller höchste Zeit!!

Und dass geilste ist hier beim Pascal gibt es richtig leckeres und viel essen

 

Donnerstag sind wir mit Pascal und Louise (seine Frau)  zum Muhawisee gefahren. Das ist ein wunderschöner See der sich über 20 Km durchs Land erstreckt. Nachdem wir uns davon überzeugt hatten, dass es keine Urinriechendepimmelfresserfische (Jules’ Formulierung, Entschuldigung Omas) gibt, waren wir schwimmen. Man durfte aber nur mit Schwimmweste

Schwimmen. Versucht mal einen Köpper mit Schwimmweste zu machen…sehr witzig…

Abends haben wir mit den Kindern Stockbrot gemacht. Die waren begeistert, aber wir glauben die Erwachsenen hätten nicht gedacht, dass Musungus (weiße) so etwas unterentwickeltes machen

 

Freitag Mittag ist Albert (Louises Bruder) gekommen und wir sind zusammen mit Ihm und Albertine (seine Schwester…witzig ne… Albert und Albertine) zurück nach Kigali gefahren und haben dort für das Wochenende wieder unsere Zimmer in Isano  (Gasthaus der E.P.R.) bekommen. Abends angekommen, haben wir einen Überraschungsbesuch von Ignace ( der Franzacke der auch 4 Monate bei CPAJ war) und seinen Kumpel Marshall bekommen. Mit denen und Albert sind wir dann spontan in eine openair-bar gegangen, wo  ruandische und kongolesische Livemusik gespielt wurde. Das war echt der Hammer… die Frontsängerin ist übelst abgegangen.

 

Samstag waren wir auf einer Afican Arts Messe, wo die Austeller aus Ruanda, Tansania, Uganda Kenia, Burundi, Kongo usw. kamen. Die Messe ist im Verhältnis zu deutschen Messen zwar klein gewesen, aber es gab tausend schöne Sachen und wir haben soviel gekauft, dass wir selber nen Stand auf machen könnten.

 

Nachmittags waren wir auf einen Fussballspiel. Zwei Bundesliga Teams haben gegeneinander gespielt…das war so was wie das DFB Pokal Finale nur halt für ruandische Mannschaften. Das war echt krass… wir sind sogar, dank Albert, umsonst reingekommen. Das krasse ist, dass der Schiri hier in Ruanda extrem vom Publikum beeinflusst wird und er sich nicht traute eine rote zu geben und er ein Tor nicht zählen lassen hat. Abends waren wir noch Broschette (super leckere Ziegenspieße) essen und haben dann Albert „Circle of Death“ beigebracht Der fand das Spiel sau geilJ

 

Sonntag waren wir noch einmal für 5 Stunden auf der Messe, da Anika noch nicht genug bekommen hatte Jetzt haben wir so viele Souveniers, dass wir nicht wissen wie wir das alles nach Hause kriegen solln… Da der Kaufrausch kein ende nahm haben wir noch nen kleinen Abstecher zum naheliegenden Markt gemacht und weiter geshopptJ

 

Montag Morgen sind wir dann mit dem Minnibus zurück nach Byumba gefahren… wir mussten 3 statt 2 tickets kaufen, da wir so viel  zeug eingekauft hatten…
In Byumba hat Pascal schon mit Emanuel ( Auch ein Pastaor der E.P.R.) auf uns gewartet. Denn wir wollten am gleichen Tag noch mit ihm nach Kiruhura (seine Heimatregion) fahren um dort eine Woche bei ihm zu wohnen. Also sind wir dann mit dem Auto nach Kiruhura gedüst… also 2 stunden BuckelpisteJ Kiruhura liegt im Norden von Ruanda und ist richtig in der Pampa. Hier gibt es echt keinen Strom, nur Plumpsklos und die meisten Leute hier haben noch nie einen weißen in  live gesehen. Dementsprechend wurden wir auch empfangen. Als wir ankamen sind ca. 30 Kinder  hinter unseren Wagen hergelaufen und als wir aussteigen wollten haben wir die Türen kaum aufgekriegt! Alle haben „Musungu“ geschriehen und haben und angefasst. Das war echt eine unglaubliche Erfahrung… Man ist hier echt so was wie nen Superstar.
Emanuel hat als Pastor natürlich das schönste Haus (ein schöner Bauernhof mit 2 Kühen,einen Kalb, 10 Hühnern + Küken und ca 20 Kaninchen) im Dorf und er hat sich sogar mit Autobatterien eine Lichtanlage für sein Haus gebaut… Das brauch man aber auch, die „normalen“ also die Armen haben echt ab halb Sieben abends das Problem, dass es stockdunkel ist und wenn man kein Geld für Petroleumlampen hat (wie ungefähr 90% der Leute auf dem Land), bleibt einen nix Anderes übrig als schlafen zu gehen. Das ist echt hart ab sieben ist alles wie tot. Dafür fängt das leben schon um fünf Uhr morgens an.

 

Am Dienstag sind wir dann früh aufgestanden um die Häuser die von „l’appel“  (die Hilfsorganisation von Jules’ Opa) zu besichtigen und um beim Bau mit anzupacken… Erst mal mussten wir eine Stunde durch einer der schönsten Landschaften die wir je gesehen haben wandern. Die Umgebung dort ist wunderschön. Ihr müsst euch, das ungefähr so vorstellen  wie das Auenland von „Der Herr der Ringe“. Es gibt hunderte kleine Berge / Hügel in deren Tälern sich riesige Teeplantagen erstrecken. Und zwischen den Teefeldern plätschern kleine Flüsse. Es ist so Idyllisch das kann man sich nicht vorstellen.
Als wir dann nach einer guten Stunde Wanderschaft mit Emanuel und ca. 15 Kindern die uns auf Schritt und Tritt verfolgten ankamen, waren wir mitten im Wald. Der Grundriss des Hauses stand schon. Vier Männer waren fleißig am bauen und konnten es gar nicht glauben, dass wir zum helfen gekommen waren. Wie immer mussten wir sie fast zwingen uns helfen zulassen. Also die Häuser auf dem Land in Ruanda werden aus Lehmbacksteinen gebaut. Nach höchstens 1 ½ Stunden mussten wir wieder gehen, da wir uns sonst noch überarbeiten würden. Wir haben echt versucht ihnen klar zumachen, dass wir auch anpacken können. Naja wir mussten dann schließlich aufgeben bevor sie sauer wurden
Nachmittags waren wir dann auf dem Sportplatz des Dorfes und haben den Ball eingeweiht den wir für die Gemeinde mitgebracht hatten. Jules hat Fußball gezockt ( der Pastor auchJ) und Anika hat mit 50 kleinen Kindern gespielt… Jules hatte aber einige Probleme, da der Platz in einem echt krass schlechtem Zustand war. Überall Schlaglöcher und eine Neigung von gefühlten 60°…
Abends hatte Jules dann die Idee, dass der Platz schleunigst begradigt werden muss, doch wir warten bis heute noch auf die Erlaubnis. Das is echt unglaublich man muss hier auf eine Erlaubnis zum helfen warten. Und Obwohl wir bereit sind dieses Projekt zu organisieren und zu leiten wird es wahrscheinlich nicht zustande kommenL

 

Mittwoch morgen sind wir dann wieder zu der Baustelle gewandert und haben neue Lehmbacksteine produziert…und weiter gebaut. Das ist echt eine sehr erfüllende Arbeit. Nachmittags waren wir wieder Fussball zocken und haben abends beim kochen geholfen ( natürlich mussten wir erstmal darum kämpfen helfen zu dürfen). Männer zum Beispiel helfen nie im Haushalt. Wir hatten abends eine sehr interessante Diskussion über die Rollenverteilung in afrikanischen Ehen. Die haben ganz schön komisch geguckt als wir erzählt haben wie das so bei uns in Deutschland ist und als sie meinten, dass Anika schon eine gute Dienerin für Jules sei, mussten wir echt schlucken und uns auf die Zunge beißen… das ist echt wie vor 60 Jahren hier!

 

Am Donnerstag haben wir mit Emaneul die Teefabrik „Mulindi“ der Region besucht und uns wurde alles erklärt… das war sehr interessant und wir haben Tee direkt an der Erzeugerquelle gekauft Danach haben wir ein Erdloch besucht in dem sich der akuelle Präsident des Landes während des Genozids versteckt hat und von wo aus er die Verbrecher bekämpft hat. Nachmittags waren wir an der Grenze zu Uganda und haben dort gegessen. Dann waren wir noch mit Emanuel beim Friseur, da er sich rasieren lassen wollte… und da kam Jules auf die bescheuerteste Idee seines Lebens. Er wollte sich die Haare ausdünnen lassen…von einem Afrikaner!! Naja jetzt sieht er dem entsprechend Scheiße aus (Anika meint er könnte in einer Boygroup mitsingen) und überlegt sich ernsthaft den Kopf zu rasieren…Zum Glück hat der Schnitt nur 70 Cent gekostet

 

Gestern also Freitag ist Anika leider krank gewordenL Sie hat ne Angina oder so und deshalb haben wir beschlossen für das Wochende wieder nach Byumba zufahren, da wir hier Medikamente haben und Strom und nen richtiges Klo auch ganz nett sind, wenn man krank ist.

 

Und Heute haben wir nur gechillt und Anika schläft die meiste Zeit und ich schreibe in den Blog. Aber es geht ihr schon besser und sie nimmt AntibiotikaJ also wird bald wieder!!!

 

Wir hoffen euch geht es gut und wir freuen uns jetzt schon tierisch auf Köln und können es kaum erwarten Nur noch 5 Wochen….6 sind schon vorbei…also fangt schon mal an unsere welcome back party zu organisierenJ

 

Peace & Love   Anika und Jules

8.8.09 19:49

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen