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Achtung wir kommen!!!

So in weniger als 24 h sind wir endlich bzw. schon wider zuhause in unser heißgeliebten Heimat!!! Hier noch mal eine kurze Zusammenfassung der letzten Tage: Am Mittwoch sind wir zu CPAJ unserem Lieblings-Waisenzentrum gegangen… und obwohl wir über sieben Wochen nicht da gewesen sind haben uns sogar die Kleinsten wiedererkannt und es war echt schön alle wiederzusehen. Nach 4 Stunden Hardcore spielen waren wir beide nicht weit von einem Kreislaufkollaps entfernt Denn zum Ende der Trockenzeit wird’s hier immer noch mal so richtig heiß! Den Rest des Tages haben wir nur gechillt …das musste einfach ma sein Abends kamen Dann Jean-Paul und Albert auf ein Bier vorbei und da es Anika nicht so gut ging machten wir einen spontanen Männerarbend. (= mehr als ein Bier) Am Donnerstag haben wir aus vereschiedenen Gründen erstmal ausgepennt….Anika ging es ja nicht so gut und Jules hatte aus irgendeinem unerklärlichen Grund auch Kopfschmerzen:D Nachmittags waren wir wieder bei CPAJ und sind danach zu Jean-Paul nachhause gegangen, da seine Mutter uns unbedingt kennenlernen wollte. Sie hat sich tausend mal bedankt, dass wir ihrem Sohn eine Ausbildung ermöglichen und so oft wie die Leute zu uns „God bless you“ sagen kann uns in den nächsten 20 Jahren nix passieren… Danach sind wir auf den höchsten Hügel von Kigali gefahren ( natürlich mit MotorräderKeiner will den Jules hinten draufnehmen wenns Berg auf geht weil er zu schwer ist). Von dort kann man ganz Kigali überblicken. Wunderschön!!Dann sind wir zufuß den Berg runtergelaufen um zurück zu unserem Guesthouse zu kommen. Wir sind durch kleine viertel auf ungeteerte wegen durch die Nacht gelaufen. Hier verirrt sich nur selten ein Weißer hin und alle haben sich tierisch gefreut und direkt hatten wir jeder 2-3 kleine Kinder an der Hand. Hier ist uns echt noch einmal aufgefallen wie schön es hier ist und was für unglaubliche Erfahrungen wir in diesem tollen Land gemacht haben. Am Abend ist Jean-Paul zum Essen geblieben und wir haben ihn unsere Fotos gezeigt. Er war begeistert also freut euch! Am Freitag war leider unser letzter Tag in CPAJ Das war traurig und uns wurde klar das in den letzten 12 Wochen unsere Hauptaufgabe war zu spielen Ich glauben es gibt wenig das so erfüllend ist wie diesen süßen Rackern ein bisschen freude zubringen! Abends traten wir zur letzten Runde „Circle of Death“(Trinkspiel) gegen Jean-Paul und Albert an. Die lieben das Spiel Danach sind wir noch einmal das letzte (3.) mal in einen Club feiern gegangen. Das witzige war, dass Jules einen Typen an der Theke getroffen hat den wir auf der Fahrt zu den Vulkanen im Bus kennengelernt hatten. Es stellte sich heraus, dass er einen kleinen Bruder hat der in Deutschland studiert. Der war echt super cool und wir hatten nen nette abend zusammen. Samstag haben wir uns dann nach viel zu wenig schlaf aus dem Bett gequält, da Anysie uns zu sich zum Essen eingeladen hatte und wir noch waschen mussten. Zum glück gibt’s hier ne Waschmaschine. Anika musste feststellen, dass sie definitiv keinen Alkohol mehr verträgt Bei Anysie haben wir dann echt gut gegessen und haben noch einmal über die schöne Zeit geplaudert. Dann waren wir noch einmal kurz in der Stadt um die letzten Besorgungen zu machen. Abends wollten wir eigentlich packen doch wir waren zu platt und sind wie tot, ins Bett gefallen. Heute gehts ab nach Kölle und wir freuen uns tierisch Wir haben den ganzen morgen gepackt und schreiben grad das letzte mal in den Blog. Gleich kommen Pascal, Louise, Emannuel, Janne und Jean – Paul zum essen und dann geht’s zum Flughafen! Da kommen dann noch ma ca. 10 Leute um uns GoodBye zu sagen…das wir d bestimmt traurig Aber es wird auch zeit zurück zu gehen und wir freuen uns auf euch!  Also bis gleich dann Peace and Love Anika & Jules

13.9.09 12:33, kommentieren

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Einladung : Monday 14th september Welcome back Party organized by you !!!

So vorletztes mal das wir hier reinschreiben….

Die Vorletzte Woche haben wir, den letzten für uns noch unentdeckten Fleck von Ruanda in Angriff genommen: Butare!

Die 2. größte Stadt des Landes, auf die wir uns extrem gefreut haben, hat sich als ziemlich langweilige Einöde, mit einer mini Einkaufsstrasse entpuppt.

 

Aber zunächst müssen wir noch etwas zurück, zu vorvorletzten Samstag, unserem super Party Wochenende….

 Abends ist unser Partykumpel Albert vorbei gekommen und wir haben eine Runde „Circle of Death“ gespielt, wir haben ihn angesteckt!!

Der Abend verlief sehr flüssig und nahm dank Anikas genialer neuen Regel „ Jacko Moves“ ein extrem Witzigen verlauf. Albert war der König des Moonwalk!

Ihr müsst euch vorstellen, das wir nach 6 Wochen zum Ersten Mal wieder was getrunken haben und deshalb nach 3 Bier, so dermaßen voll waren, dass wir unser kleines kirchengeleitetes Jugendherbergchen dermaßen auf den Kopf gestellt haben, dass wir am nächsten Morgen, einige Anfragen zur Teilnahme der nächsten Runde hatten und unsere 70 jährige Mitbewohnerin uns am nächsten Tag ans Herz gelegt hat beim nächsten mal besser ein Einzelzimmer zu buchen;-)

 

Gegen Mitternacht hatte Albert die brillante Idee noch in einen Club zu Fahren. Natürlich waren wir nach 6 Wochen ohne party und immer um 21:00 zu bett gehen, voll dabeiJ

Also sind wir mit dem Taxi quer durch Kigali gedüst um zum KBC Club zu kommen.

Wie immer sind wir als „Musungus“ (weiße) ohne anzustehen direkt reingekommen.

 

Der Club war echt nen angesagter Schuppen, sogar die ruandanesische  Basketball Nationalmannschaft war am start. (die kannten wir ja schon von dem Training, das wir gesehen hatten) Da Albert Jeden der irgendwas mit Sport zu tun hat kennt haben wir einfach mal mit irgendwelchen NBA Stars party gemacht Das war für Jules etwas anstrengend da immer wenn er Bier holen war Anika widerwillens bei einem anderen Star im Arm hing.    (echt anstrengend so ne hübsche Freundin zu habenJ)

 

Am Sonntag hatten wir den ganzen Tag einen übelsten hangover (Kombination aus Antialkoholismus und schlechtem Bier). Also haben wir den ganzen Tag damit verbracht uns unserem Selbstmitleid und dem Alkoholhass zu widmen.

 

Montag sind wir in voller Vorfreude zu unserem nächsten Ziel Butare gefahren (in einem richtigem ReisebusJ), angeblich die 2. größte Stadt Ruandas….Pustekuchen!

Wieder einmal lag eine Woche in einem Vorort eines Vororts vor uns….

Depressionen bahnten sich an. Aber wie man hier sagt, abwarten und Tee trinken ( und hier ist es nicht nur ein Wortspiel).Zu Anikas Begeisterung gab es in der Familie auch eine Baby Katze, die von Jules auf den Namen Leo getauft wurde ( Andenken an Leo vom Mahou).

Wir wohnten in der Familie des Schulleiters: Er selbst ein super netter Workaholic, der auf 1,85m geschätzte 30 Kilo wog, seine Frau eine misstrauische  aber nette Afrikanerin und zusammen hatten sie 3 kleine Kinder, dass bemerkenswerte war das fette Baby( 1 Jahr alt- geschätzte 40 Kilo), das mehr verdrückt hat als wir zusammen.

Abends haben wir uns das Internat angeguckt in der wir die Woche über arbeiten sollten. Eine sehr junge Schule (2002) mit 280 SchülerInnen im alter von 13-16 Jahren.

Die Animatorin der Schule, war unsere Ansprechpartnerin vor Ort und war hin und weg von Jules, außerdem  dachte sie witzigerweise das „Yes“, „of course“ bedeutet.   

 

An den nächsten beiden Tagen haben wir dann je 4 Stunden lang in 3 verschiedenen Klassen jeweils 50 Kinder unterrichtet und das auch noch unvorbereitet. Aber es hat super viel Spaß gemacht.

Wir sind davon überzeugt, dass waren Ihre besten 4 Stunden ihrer ganzen Schulkarriere. Wir haben ein Europa Quiz gemacht (waren uns aber manchmal selber nicht ganz sicher ob die antworten wirklich richtig waren ), die Kinder haben für uns gesungen und getanzt und wir sind spazieren gegangen. Jules hat dann noch ne kleine Geschichtsstunde über den 2. Weltkrieg gehalten und wir haben erfahren, dass während des Genozids auf dem Fußballfeld der Schule 5000 Menschen ermordet wurden.

Auch hier sind 50% der Schüler Waisen und nach 2 ½ Monaten ist es immer noch erschreckend welche Ausmaße der Völkermord im ganzem Land hatte.

 

Mittwoch fühlten wir uns nach 2 Tagen unterrichten ziemlich intellektuell und fuhren mit der Mädchenfußballmannschaft der Schule zu einem Spiel. Eigentlicher Beginn 15 Uhr, Anstoß 16:30. Wir hatten aber das Gefühl, dass man eher uns angeguckt hat als das Spiel… like allways!

Natürlich hat unser Team gewonnen, die Mädels hattens echt drauf, selbst Jules war beeindruckt.

Später hat sich noch heraus gestellt das das Gegnerische Team mit Hilfe ihres Schulleiters gepfuscht hat, indem sie Schulfremde Spielerinnen eingesetzt haben.

 

Donnerstag haben wir uns frei genommen um die Metropole Butare zu entdecken.

Nach 20 Minuten hatten wir alles gesehen…

Später am Nachmittag sind wir noch zur Schule Volleyball spielen gegangen.

Anika hats nicht lange ausgehalten, da wie immer 50 Leute um uns standen und bei jedem Schlag von uns gelacht und die ganze Zeit geglotzt haben.

 

Freitag haben wir mit Prince, dem Intendant der Schule, das National Museum und die beste Uni von Ruanda besucht. Beides war sehr beeindruckend und Interessant. Etwas verwirrend waren jedoch die Studenten in der Uni die lauthals betend über den Campus liefen (freiwillig!). Dies Erinnerte stark an die „Jesus rettet Frau“ von der Schildergasse.

Und dann fing langsam Anikas Rückfall an und wir mussten auf Grund von Flitzekacke schleunigst wieder zurück!!

Den Rest des Tages verbrachte Anika mit schlafen und Jules mit Fußballspielen. Doch leider konnten wir nur auf einem kleinen Feld spielen da gerade „Gacaca“ ( eine Art öffentliche Volksrichtung über Genozid Beteiligte) abgehalten wurde.

 

Samstag war Anika wieder Todkrank mit Fieber und allem was dazu gehört. Also haben wir den ganzen Tag Filme geguckt ( zum Glück hat Jules seinen Laptop mitgenommen) und er entdeckte seine Leidenschaft fürs Schach spielen. ( der Computer ist aber ein zu starker Gegner = in 70 Spielen 3 mal gewonnen)

 

Sonntag war wieder Frauenfußball angesagt…wuup wuup… und diesmal übertrieben sie es,      2 ½ Stunden warten auf den Anpfiff in der prallen Sonne.

Tja aber wieder gewonnen 3:0 yeaaaaaaaaaaaaah

Danach meinte der Schulleiter ob wir kurz für 2 Minuten mit zu einer Feier kommen könnten, er hatte keine Lust alleine zu gehen. In Wirklichkeit waren wir wieder die Vorzeige Weißen und die kleine Feier hat sich als 2 stündige, arschlangweilige Zeremonie entpuppt, bei der die Großmutter zum erstem mal ihre 2 und 4 Jahre alten Enkel zu sehen bekam. Es gab sogar einen Zeremoniemeister für sagenhafte 12 Personen und der Ehemann hat bei seiner Rede erstmal ganz charmant darauf hingewiesen, dass seine Frau vor den Kindern ziemlich dick war und jetzt dank der Geburten dünn ist!

Danach gings für Jules wieder zum Fußball und er war der Held des Feldes. Durch ein spektakuläres Glückstor hielten ihn alle für einen Fußballgott, selbst der Coach fragte ihn in der Halbzeit nach Verbesserungstips.

 

Montag gings Anika wieder halbwegs gut und wir machten uns auf nach Kigali um dort Pascal zu treffen und mit ihm zurück nach Byumba zu fahren. Wir mussten 4 Stunden auf ihn warten und waren in dieser Zeit seid langem mal wieder in unserem Lieblings Cafe „Simba“. 

Und konnten endlich mal etwas anderes essen!!

Abends wurden wir dann wieder herzlich von Pascals Familie aufgenommen und wir freuten uns mal wieder unter bekannten Leuten zu sein. Die Kinder sind der Hammer.

 

Dienstag haben wir 3 Stunden lang gewaschen und mit den Kidis gespielt.

Und Mittwoch hat uns Emmanuel besucht, zu dem wir am Donnertag  wieder gefahren sind. In die Region Kiruhura, wo wir die Kleideraktion gemacht haben.

 

Also Donnertag sind wir nach der gewohnten Minibus und Buckelpistenfahrt bei Emmanuel (Manni) angekommen, die Kinder des Dorfes kannten sogar noch unsere Namen und sind unseren Motorrädern bis zum Haus hinterher gerannt. Es war super schön alle wieder zusehen.

Abends haben wir ne kleine Nachtwanderung gemacht und es hat schon wieder angefangen zu regnen, natürlich hatten wir wieder 10 Kinder im Schlepptau…

 

Am nächsten Tag haben wir uns mal auf die andere Seite des Berges begeben, denn wir wollten unbedingt noch mal Kleidung besorgen. Nach einer wunderschönen, 30 minütigen Motorradtour, haben wir uns wieder in die Verhandlungsschlacht begeben. Unser Ziel war es mehr Klamotten für weniger Geld als letztes Mal zu ergattern (102 Teile für 28 &euro. Unsere neue Taktik: Emmanuel, unser schwarzer Freund geht alleine vor und verhandelt für uns, 10 Minuten später kommen wir („reiche Musungus&ldquo und kaufen, ansonsten würden wir den 4fachen Preis bezahlen und wir habens tatsächlich geschafft:103 Teile für 25 Euro!!!

Wieder in Kiruhura angekommen, sind wir auf eine Hochzeit, zu der wir eingeladen waren gegangen. Das schönste war die Wanderung durch die Teefelder, da die Hochzeit am anderen Ende des Dorfes stattfand. Eine unglaubliche Erfahrung durch 100 ha Tee bei 30 grad in langer Hose zu laufen. Jules musste nämlich gegen seinen willen lange Hosen tragen für die Hochzeit, da hier Männer normalerweise nie ihre Beine zeigen.

Nach nur unvorstellbaren 90 min., d.h. Emmanuel meinte wir bleiben nur 1 Stunde und normalerweise dauert es dann 4 Stunden, waren wir wieder beim Manni zuhause… Da wir auf dem Hinweg unsere Kleidungsaktion bekannt gegeben hatten, erwarteten uns schon ca. 200 Kinder in Kampfbereitschaft….

Und leider Gottes wurde es echt ein Kampf, jeder wollte unbedingt ein Kleidungsstück abstauben. Doch wie immer war es nicht genug und es gab 103 überglückliche Gesichter gegen mindestens genau so viele unglückliche. Es ist nicht nur schön zu helfen. Aber zumindest werden jetzt 250  von Ihnen dank unserer Kleideraktionen und eurer Spenden weniger frieren. Der Dank der aus diesen kleinen schwarzen Augen glänzte gehört auch euch allen die gespendet haben!!!

 

Samstag haben wir dann so viel Zeit wie möglich mit den Kindern verbracht. Schließlich war dies vielleicht der letzte gemeinsame Tag in unserem Leben. Also hat Jules den ganzen Tag Fußball  gezockt und Anika 50 Kinder entertained.

Die Kinder sind uns echt ans Herz gewachsen und der Abschied viel uns sehr schwer.

 

Abends hat Manni einen Kompressor ausgeliehen und wir haben einen Musikvideoabend  gemacht. Ihr habt ja keine Ahnung wie einen 4 Stunden Afrikanische Mucke nerven kannJ Das halbe Dorf kam vorbei und es war ein mega Spektakel.

 

Am nächsten Tag kam Pascal mit seiner Frau vorbei, er und Manni hielten zusammen den Sonntagsgottesdienst ab. Natürlich waren wir auch beim Hardcore-Church-day dabei. 5 Stunden Predigen, Taufen, Singen und Tanzen. Am ende haben sie sogar noch Früchte versteigert. Später sind wir dann wieder mit nach Byumba gefahren, das halbe Dorf kam um uns Tschüss zu sagen. Auch hier war es die letzte gemeinsame Nacht für uns und die Familie.

 

Am Montag hatten wir dann die super Idee zu den Vulkanen zu fahren um sie am nächsten Tag zu besteigen.

Das hieß, eine Stunde von Byumba nach Kigali, dort 3 Stunden warten, dann 2 Stunden mit dem Minibus nach Ruhengeri und 30 Minuten Motorrad fahren bis wir am Guesthouse angekommen waren. Tja, die scheiß Amis waren schneller, das ganze Hotel war ausgebucht und somit hätten wir 50$ pro Nacht blechen müssen. Als wir dann am National Park Office nach einer Lizenz für die Trekkingtour gefragt haben , wurden dann aus denn 14$ schlappe 300$, der Pascal hatte sich ein wenig mit dem Geld vertan.

Also hatten wir ein fettes Problem und es hieß Rückzug nach Kigali. Auch mal schön den ganzen Tag im Bus durch Ruanda zu Cruisen. Jules war ziemlich geknickt.

 

Gestern morgen hat uns ganz spontan Jean-Paul, der Junge aus Cpaj, besucht und wir konnten ihm endlich sagen, das wir jemanden gefunden haben, der ihm eine Ausbildung ermöglicht. Er konnte ne halbe Stunde nichts mehr sagen und war extrem gerührt! Er meinte wir hätten sein Leben verändert, wir glauben, dass wenn man weiß wie viel 10€ im Monat hier bewirken können, viel mehr Menschen spenden würden! Also checkt eure Konten J…..

 

So und ab jetzt noch 5 mal schlafen….

 

Peace and Love Anika & Jules

 

 

 

 

1 Kommentar 9.9.09 16:27, kommentieren

Langsam wird's Zeit!!!

 

Schon wieder sind zwei Wochen um und wir sind zurück in der Zivilisation.

Mal wieder ist viel passiert und obwohl es immer noch wunderschön hier ist, wir können es nicht mehr abwarten nach hause zu kommen!!! Also Kölner macht euch bereit, in 21 tagen wird ordentlich gefeiert!!! Wir hoffen ihr plant fleißig ;0)

 

Am Sonntag nach Anika`s Blitzgenesung (nach 2 Tagen durchschlafen), waren wir in der Kirche, wie es sich gehört. It was Gospel Time….

Danach haben wir mal wieder eine riesen Waschaktion gestartet, natürlich mit der Hand, wobei sich Jules die Hände wund gescheuert hat (wie immer eine Überdosis Energie). Anika als gekonnte Dienerin hatte keine Probleme( Anspielung auf die Stellung einer Frau hier ).

 

Montag waren wir auf dem Markt von Byumba, wo sich Anika einem Stoffkaufrausch hingab, den Jules nur mit einem gut Inszenierten schlechte Laune Anfall kombiniert mit unglaublich starken Rückenschmerzen stoppen konnte. Nachmittags haben wir dann spontan besuch von Emanuel, dem Pastor bei dem wir davor die Woche gewohnt haben, bekommen. Und dann hieß es wieder Taschen packen, den am nächsten Tag wollten wir wieder zurück in die Region Kiruhura ( zu Emanuel).

Abends haben wir noch ein kleines Fußballturnier mit Pascals Kindern und einigen anderen aus dem Dorf gestartet. Wir hatten keine Chance…

 

Am nächsten morgen, nachdem wir uns wieder einmal das wunderbare Ruandische Frühstück reingezogen haben, das heißt Nutella, Honig oder Peanutbutter auf Toast (Ruandanesen essen alles gemischt auf einem Toast) mit schwarzem Tee und ohne ende Obst, haben wir uns zusammen mit Pascal und Albertine die Grundschule, an der Louise (Pascals Frau) arbeitet, angeschaut. Wieder einmal ein gang über den roten Teppich. 1800 schreiende Kinder empfingen uns mit einem unvergleichbaren leuchten in den Augen.
Danach sind wir wieder in die schönste, aber auch ärmste Region gefahren, die wir bis jetzt gesehen haben. Die Leute und vor allem die Kinder waren total Happy das wir wieder da waren und im laufe des Tages kam fast das ganze Dorf vorbei um uns zu sehen und Hallo zu sagen.
Gegen 5 Uhr konnten wir dann endlich unsere Mission vollbringen, die wir beim letzten Mal wegen Anikas Krankheit nicht mehr geschafft haben…. Wir haben eure gespendeten Klamotten an die Kinder verteilt und ihr könnt uns glauben dieses Dorf hat es mehr als nötig Hilfe aller Art zu bekommen. In kürzester Zeit waren bestimmt 80 Kinder um uns herum, aber leider hatten wir nicht genug für jeden. Diejenigen die etwas bekommen haben konnten es gar nicht glauben und haben für uns gesungen, getanzt und konnten nicht aufhören zu lachen. Der Rest hat uns so traurig angeguckt, dass Jules die Idee hatte noch mehr Kleider zu besorgen, koste es was es wolle.
Wenn man so traurige kleine Kinder mit nur noch Fetzen am Körper und ohne Schuhe sieht ( und abends ist wirklich Arschkalt hier), kann man sich nur noch fragen was mit unserer scheiß Welt los ist. Armut ist hier gar kein Ausdruck.
Man muss sich mal vorstellen, dass wir beiden die einzigen Leute sind, die seid dem Krieg ( 15 Jahre) Kleidung verteilt haben. Diese Region wird noch nicht einmal von der Regierung unterstützt. Das schlimme ist auch, dass jedes 2. Kind einen Blähbauch hat, auf Grund von zu einseitiger Ernährung oder von Würmern im Bauch an denen man sterben kann ( manche Kinder haben so viele Würmer, dass sie schon aus dem Mund wieder rauskommen).

 

Mittwoch war es Zeit für eine traditionelle Kartoffelernte. Mit Mittelalterlicher Spitzhacke bewaffnet sind wir zusammen mit 2 Frauen aufs Feld gegangen. Jules hat nach 10 Minuten die erste Hacke kaputt gekriegt. Während dieser Zeit hatten wir wieder Zuschauer ohne Ende, die mal wieder nicht glauben konnten das Weiße gerade Kartoffeln aus dem Boden pulen.
Danach sind wir zurück zu unserem Haus und Jules hat für die Hasenställe kleine Türen aus Holz gebaut. Dabei hat er sich mit der Machete die ganze Hand aufgescheuert, aber kann passieren Opfer muss man bringen. Und jetzt haben die kleinen Babyhasen nicht nur neue Türen, sondern Emanuel und die Leute vom Dorf hatten die Bestätigung, dass ein Weißer Mann tatsächlich so etwas zu Stande bringen kann. Die Leute denken hier nämlich wirklich wir haben für alles Maschinen und trauen uns nur wenig zu. 

 

Donnerstag war es Zeit unsere Mission weiter zu führen, also sind wir auf den Markt gefahren, um Kleidung für unsere kleinen Freunde zu kaufen. Wir hofften, dass die Klamotten dort nicht zu teuer sind, weil wir so viel wie möglich wieder mit zurück bringen wollten. Zum Glück waren die Sachen nicht teuerer als unglaubliche 10 oder 20 Cent pro Stück ( natürlich Second Hand), also kauften wir soviel wie wir tragen konnten. Unsere Ausbeute waren 102 Latzhosen, T-Shirts, Hemden, Pullis, Röcke…, mehr ging nicht, da wir mit den Motorrädern unterwegs waren und ihr könnt euch nicht vorstellen wie krass die Strecke zum Dorf ist. Kein Europäer würde freiwillig diese Strecke mit diesen Motorrädern hinter sich  bringen… aber no risk no fun!!!
Nachdem wir durchgeschüttelt wieder zurück waren, sind wir mit Emanuel einen Berg hochgeklettert, da die Kinder noch in der Schule waren. Von hier hatte man eine wunderschöne Aussicht, Teefelder so weit das Auge reicht. Auf dem Rückweg haben wir allen Kindern bescheid gesagt, dass wir Kleidung für sie haben und sie zu Emanuels Haus kommen sollten. Er meinte noch heute kommen bestimmt nicht direkt 100 Kinder und wir könnten morgen den Rest verteilen, aber von wegen, als wir am Haus angekommen sind standen da schon 200 Leute und es wurden immer mehr.
Dann haben wir immer ein Kind reingeholt geguckt was es dringender braucht, Hose oder Oberteil und hinten mit einem Teil wieder rausgeschickt. An der Haustür haben sich die Leute fast platt gedrückt, jeder wollte etwas ergattern.
Einerseits war es ein schönes Gefühl so vielen zu helfen, aber andererseits, was ist schon ein T-Shirt und wir hatten immer noch nicht genug für alle.
Dennoch abends war die Stimmung bei uns allen super und wir haben zum ersten Mal einen Pastor tanzen gesehen. Emanuel meinte, dass unsere Aktion einen unglaublichen Wert hat und dass man noch lange von uns reden wird. Trotzallem hatten wir das Gefühl nicht genug  gemacht zu haben und Jules beschloss noch etwas Geld da zu lassen, damit Emanuel noch mehr Kleidung besorgen kann.

 

Freitag waren wir in der Schule und haben in 3 Klassen den Kindern von Deutschland erzählt und Ihnen „ Alle meine Entchen“ beigebracht. Ein sehr lustiger Vormittag…
Nach der Schule hat Jules mit den Großen Fußball gezockt und Anika mit den kleinen Plumssack gespielt. Sie wurde die ganze Zeit von min. 50 Kindern belagert und hatte jeweils 5 Kinder an jeder Hand. Danach haben wir alle zusammen + dem Pastor fangen gespielt und dann ist das malleur passiert, es  fing unglaublicherweise an zu regnen, Anika rutschte aus und landete mit ihrem Knackarsch mitten auf der Kamera. Die ist jetzt leider kaputt und platt wie ne Flunder. Aber keine Sorge es lebe die deutsche Haftpflichtversicherung und bis zum ende der Zeit haben wir jetzt eine Ersatzkamera von Emanuel bekommen. Ihr kommt also nicht drum rum euch alle 3000 Fotos anzugucken die wir bis jetzt geschossen haben ;-)
Abends fiel uns dann der Himmel auf dem Kopf, während wir gerade gemütlich mit Jules Eltern telefonierten, unter dem Wellblechdach der Dorfkirche stehend, schlug ca. 100 Meter neben uns ein Blitz ein und ein krasser Platzregen kam runter und hörte bis zum nächsten morgen auch nicht mehr auf. So was haben wir beide wirklich noch nie gesehen das Gewitter war direkt über uns( wir befanden uns auf 2500 Metern Höhe) und im Sekunden takt schlug ein Blitz nach dem anderen ein und das auch noch in der großen Trockenperiode in der es normalerweise 3 Monate lang überhaupt nicht regnet.  Jetzt muss man sich mal vorstellen, dass der größte Teil der Menschen die hier leben noch nicht einmal ein richtiges Dach über dem Kopf haben und die ganze Nacht  ohne warme Kleidung im Regen waren. Das schlimme ist auch das hier super viele Babys wohnen und einige der Kleinen Kindern Waisen und ganz auf sich alleine gestellt sind. Es ist wirklich unvorstellbar wie die das alleine schaffen, den zum Beispiel kochen ist hier eine Sache von nem halben Tag und das was man nicht selber anbaut oder sich hält ist zu teuer um zu kaufen. Denn zum Beispiel als Lehrer verdient man nur rund 30 Euro im Monat.  

 

Samstag war eigentlich der Plan früh wieder zurück nach Byumba zu fahren, weil wir noch viel zu erledigen hatten, doch leider hat und der Regen einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn die Strassen waren nicht befahrbar… also saßen wir fest. Dafür hatten wir noch ein bisschen mehr Zeit mit den Kindern, die uns mittlerweile echt ans Herz gewachsen sind.
Denn dieser Abschied wird wahrscheinlich für immer sein. Es folgte eine Stille Rückfahrt im Minibus, in der einem bewusst wurde das man die Kinder wieder ihrem Schicksal überlässt und wir uns wieder ins kleine sichere Europa verpissen.
Nach 2 Stunden waren wir dann wieder beim Pascal und haben nach einer kleinen Verschnaufpause zusammen mit den Kindern einen DVD Abend gemacht…. High School Musical 3 yeaaaaaaaaaaah!!

 

Und dann aufs neue Koffer packen…

 

Nach einer super kurzen Nacht sind wir um 5 Uhr aufgestanden, weil wir eigentlich um 6 zusammen mit Pascal und Louise zum 100 jährigen Jubiläum der EPR Gemeinde nach Rubengera fahren wollten. Der Fahrer hatte aber etwas Verspätung und so kamen wir erst um 11 Uhr beim Fest an. Das sah so aus, dass wir 6 Stunden vor ca. 2500 Ruandanesen auf einer Art Bühne saßen und gebetet haben, extrem schwer für 2 hyperaktive wie uns. Das schlimmste für Anika war, wir mussten uns vor allen vorstellen. Das einzige was wirklich schön war, waren die traditionellen Tanz- und Trommelgruppen.
Danach haben wir unser neues zu Hause für die nächste Woche im Gasthaus bezogen, natürlich nicht ohne Stundenlanges warten. Gegen Abend, sind wir dann noch mit Emanuel und seiner Frau, die auch auf dem Fest waren, in die City gefahren und haben in einem super schönen Restaurant direkt am Kivusee zusammen gegessen. Da es hier für die Leute schon um 21 Uhr mitten in der Nacht ist, hatten wir etwas Schwierigkeiten wieder zurück zu kommen und uns blieb nichts anderes übrig als die gesamten Bustickets des Minibusses, mit dem wir hingefahren sind zu kaufen, damit er uns wieder nach Hause bringt. Man war das eine fahrt, der hat ordentlich auf s Pedal gedrückt…wir konnten aber nicht meckern, wir sind eindeutig schnell zu Hause angekommen!

 

Montag haben wir uns das Waisenhaus angeguckt, in dem wir diese Woche gearbeitet haben.
Hier gibt es 5 verschiedene Häuser für jeweils 40 Kleinkinder und man muss echt sagen, es ist super schön und wird wirklich sehr gut unterstützt. Man glaubt es nicht, aber die Holländer haben echt das beste Weisenhaus gebaut, dass wir bis jetzt gesehen haben, den Kindern fehlt an nichts. Jedes Haus hat ein eigenes Wohnzimmer, Küche und Tierställe mit Hasen und Kühen. Und die Kinder haben jeder ein eigenes Bett und die Schränke sind voll mit Klamotten. Hier ist es nämlich so, dass jedes Kind einen eigenen Parten hat.

 

Dienstag war unser erster Tag im Waisenhaus „Ineza“. An dieser Stelle wollen wir einmal unseren aller größten Respekt gegenüber Ulla ( Anika’s mom) zum Ausdruck bringen. Ihr könnt euch nicht vorstellen was 14 kleine Kinder für einen Terror machen können. Aber natürlich waren die Kinder auch super süß und es war mal etwas anderes mit ganz kleinen Stöpseln zuarbeiten. Jules hatte durchgehend gefühlte 10 Kinder auf dem Rücken und Anika hingegen konnte chilln da es den Kindern reichte ihre blonden Haare zubefummeln. Nach 4 extrem anstrengenden Stunden hatten wir genug und verließen das Waisenhaus fluchtartig aber glücklich
Nachmittags sind wir ins Nachbardorf „Kibuye“ ( Dorf is übertrieben). Das liegt direkt am Kivusee. Wunderschön aber totehose…
Das witzige ist, dass wir da einen Mopedfahrer kennengelernt haben der  deutsch sprechen konnte Das ist hier so krass selten wie nen Rhabi in ner Bar..
Mit dem haben wir dann eine Mopedtour um den See gemacht…..war wunderschön!!!

 

Am nächsten Tag ist eigentlich nicht viel neues passiert. Jules war morgens im Waisenhaus und kam alleine noch weniger klar. Den Rest des Tages haben wir mal nichts gemacht. 1. mussten wir einfach mal chillen und 2. in diesem Dorf ist echt nichts los!! Es gibt nur eine „Strasse“, auf der mehr Taxifahrer als Passanten sind und die Leute sind wirklich alle hoch gläubig, wir hatten ein bisschen das Gefühl mitten in einer Sekte zu leben.

 

Donnerstag wie immer morgens kinderbelustigen und mittags sind wir dann noch mal nach Kibuye gefahren und haben dann eine Expedition zur Affeninsel gemacht. Von der uns der deutschsprachige Taxifahrer so vorgeschwärmt hat. Zuerst sind wir 30 Minuten mit einem selbstgeschnitzten Boot über den See geschippert, das war echt super schön. Rechts und links waren viele kleine Inseln und man hatte echt ein bisschen Karibikfeeling. Dann auf der Affeninsel angekommen, die nackte Wahrheit, es gab genau einen kleinen Affen am Hintern angekettet, der schon so zahm von allen Touristen war, das er direkt zu uns kam…. Naja trotzdem war die Insel an sich wunderschön und wir haben den kleinen Gipfel beklommen ( Anika mit Flip Flops) und man hatte eine grandiose Aussicht über den ganzen See der über 50 km groß ist. Unser nächstes Projekt ist auch eine Insel zu kaufen!!!! Es war wirklich wie im Paradies!!

 

So Freitag gings echt nicht mehr, wir mussten so schnell es ging wieder in die Stadt unter Leute, Abgase, Hektik das ganz normale leben halt… und sind dann spontan mit dem Bus wieder nach Kigali gedüst….(Normalerweise sollten wir noch bis Montag hier bleiben, aber dann währen wir wahrscheinlich eingegangen) Die beste Entscheidung die wir treffen konnten, es war super alle Leute wieder zu sehen und das erste was wir abends gemacht haben, erstmal ein Bierchen trinken ;-)
Aber vorher waren wir noch in einem super schönen Art Village, hier gab es wieder super schöne Souvenirs, aber wir haben mittlerweile schon viel gesehen und kennen die Preise und hier war es echt arschteuer. Zum Glück sind wir nicht direkt am Anfang dort gewesen, denn dann hätten wir ein Vermögen ausgegeben und währen nach 2 Wochen wieder zu Hause gewesen….

 

Heute haben wir mal wieder ein Hardcore shopping Tag hinter uns gebracht. Wunder wunder, Jules war nicht mehr zu bremsen, so das wir auch einen neuen riesen Koffer kaufen mussten, in dem sich Anika locker reinlegen könnte… hoffentlich kriegen wir alles mit zurück und der Koffer hälts aus. Die Chinesen sind ja nicht gerade für Qualitätsarbeit bekannt.
Und gerade sitzen wir bei ISANO in unserem Guesthouse und werden von Mücken attackiert, die Regenzeit kommt nämlich langsam und es gibt im Moment 1000de von den scheiß Viechern.

 

So noch 3 Wochen könnt ihr ohne uns feiern gehen und unsere Berichte lesen, dann geht’s nämlich wieder ab nach hause!!!!!!!!!!!!
Wir glaubens kaum aber langsam fangen wir echt an euch zu vermissen ;-)

 

Peace and Love Anika und Jules 

 

P.S. Was wir auf jeden Fall noch los werden wollten: 1000 dank wegen der Spendenaktion die schon gestartet hat…. Und danke an diejenigen, die  bereit sind hier zu helfen und ein Kind unterstützen!!!! Es ist echt toll und vor allem bitter nötig hier!!                                                                                     Wir haben ja schon ausführlich berichtet wie schlimm die Situation hier ist.
Wir haben auch schon mit dem Pascal (Pastor) gesprochen, der war ganz gerührt wie viel Interesse von Deutschland kommt!                                                                                                                                        Das ist echt großartig!!!

 

 

   

 

 

 

 

1 Kommentar 22.8.09 19:13, kommentieren

HalbzeitJ

Also Leude es ist lang her…

 

Wir hatten jetzt längere Zeit kein Internet, deshalb müssen wir uns jetzt echt ma anstrengen  die letzten 2 Wochen für euch zusammenzufassen.

 

So Montag sind wir mit dem Minibus in die Province Byumba gefahren, schön zusammen gequetsch mit 16 Ruandanesen in einem alten T2 eine Stunde Buckelpiste und Massenschwitzen. In Byumba wurden wir von der französischen Delegation ( zwei Kollegen von Jules’ Opa aus Paris) empfangen, waren alle zusammen essen und haben dann die Familie eines Pastors besucht dessen Frau vor kurzem bei einem Autounfall gestorben ist. Ein kleiner Junge hat sich direkt in Anika verliebt und saß den ganzen Abend auf ihrem Schoß. Irgendwann abends konnten wir dann endlich zu unserem neuen zu Hause für die nächsten Wochen bei Pascal der uns auch schon mal in Köln besucht hat. Das Haus von ihm ist super schön, zwar leider ohne warmes Wasser, aber die Familie ist total nett zu uns und die drei Kinder ( Gallile 12, Elizabeth 6, Chance 4) sind total süß und rießen Fans von uns.

 

Dienstag waren wir kurz mit der Delegation im Rathhaus von Byumba und haben danach eine Kirche besucht. Der Pastor der Kirche wollte uns direkt trauen und meinte er wurde für unsere Ehe beten. Die meisten hier denken sowieso, dass wir verheiratet sind.

Den Rest des Tages waren wir bei Pascal zuhause und haben mit den Kindern gespielt. Abends waren wir joggen… oh man sind wir untrainiert!

 

Mittwoch waren wir mit der Delegation verabredet um einen Bau eines Sportplatzes und einer Bibliothek zu besichtigen. Deshalb  sind wir extra um halb sieben aufgestanden, leider war um halb zehn immer noch keiner da…. This is Africa…

Naja die Säcke haben uns einfach vergessen, Pascal war echt sauer.

Also haben wir den restlichen Tag zum waschen genutzt, war eh aller höchste Zeit!!

Und dass geilste ist hier beim Pascal gibt es richtig leckeres und viel essen

 

Donnerstag sind wir mit Pascal und Louise (seine Frau)  zum Muhawisee gefahren. Das ist ein wunderschöner See der sich über 20 Km durchs Land erstreckt. Nachdem wir uns davon überzeugt hatten, dass es keine Urinriechendepimmelfresserfische (Jules’ Formulierung, Entschuldigung Omas) gibt, waren wir schwimmen. Man durfte aber nur mit Schwimmweste

Schwimmen. Versucht mal einen Köpper mit Schwimmweste zu machen…sehr witzig…

Abends haben wir mit den Kindern Stockbrot gemacht. Die waren begeistert, aber wir glauben die Erwachsenen hätten nicht gedacht, dass Musungus (weiße) so etwas unterentwickeltes machen

 

Freitag Mittag ist Albert (Louises Bruder) gekommen und wir sind zusammen mit Ihm und Albertine (seine Schwester…witzig ne… Albert und Albertine) zurück nach Kigali gefahren und haben dort für das Wochenende wieder unsere Zimmer in Isano  (Gasthaus der E.P.R.) bekommen. Abends angekommen, haben wir einen Überraschungsbesuch von Ignace ( der Franzacke der auch 4 Monate bei CPAJ war) und seinen Kumpel Marshall bekommen. Mit denen und Albert sind wir dann spontan in eine openair-bar gegangen, wo  ruandische und kongolesische Livemusik gespielt wurde. Das war echt der Hammer… die Frontsängerin ist übelst abgegangen.

 

Samstag waren wir auf einer Afican Arts Messe, wo die Austeller aus Ruanda, Tansania, Uganda Kenia, Burundi, Kongo usw. kamen. Die Messe ist im Verhältnis zu deutschen Messen zwar klein gewesen, aber es gab tausend schöne Sachen und wir haben soviel gekauft, dass wir selber nen Stand auf machen könnten.

 

Nachmittags waren wir auf einen Fussballspiel. Zwei Bundesliga Teams haben gegeneinander gespielt…das war so was wie das DFB Pokal Finale nur halt für ruandische Mannschaften. Das war echt krass… wir sind sogar, dank Albert, umsonst reingekommen. Das krasse ist, dass der Schiri hier in Ruanda extrem vom Publikum beeinflusst wird und er sich nicht traute eine rote zu geben und er ein Tor nicht zählen lassen hat. Abends waren wir noch Broschette (super leckere Ziegenspieße) essen und haben dann Albert „Circle of Death“ beigebracht Der fand das Spiel sau geilJ

 

Sonntag waren wir noch einmal für 5 Stunden auf der Messe, da Anika noch nicht genug bekommen hatte Jetzt haben wir so viele Souveniers, dass wir nicht wissen wie wir das alles nach Hause kriegen solln… Da der Kaufrausch kein ende nahm haben wir noch nen kleinen Abstecher zum naheliegenden Markt gemacht und weiter geshopptJ

 

Montag Morgen sind wir dann mit dem Minnibus zurück nach Byumba gefahren… wir mussten 3 statt 2 tickets kaufen, da wir so viel  zeug eingekauft hatten…
In Byumba hat Pascal schon mit Emanuel ( Auch ein Pastaor der E.P.R.) auf uns gewartet. Denn wir wollten am gleichen Tag noch mit ihm nach Kiruhura (seine Heimatregion) fahren um dort eine Woche bei ihm zu wohnen. Also sind wir dann mit dem Auto nach Kiruhura gedüst… also 2 stunden BuckelpisteJ Kiruhura liegt im Norden von Ruanda und ist richtig in der Pampa. Hier gibt es echt keinen Strom, nur Plumpsklos und die meisten Leute hier haben noch nie einen weißen in  live gesehen. Dementsprechend wurden wir auch empfangen. Als wir ankamen sind ca. 30 Kinder  hinter unseren Wagen hergelaufen und als wir aussteigen wollten haben wir die Türen kaum aufgekriegt! Alle haben „Musungu“ geschriehen und haben und angefasst. Das war echt eine unglaubliche Erfahrung… Man ist hier echt so was wie nen Superstar.
Emanuel hat als Pastor natürlich das schönste Haus (ein schöner Bauernhof mit 2 Kühen,einen Kalb, 10 Hühnern + Küken und ca 20 Kaninchen) im Dorf und er hat sich sogar mit Autobatterien eine Lichtanlage für sein Haus gebaut… Das brauch man aber auch, die „normalen“ also die Armen haben echt ab halb Sieben abends das Problem, dass es stockdunkel ist und wenn man kein Geld für Petroleumlampen hat (wie ungefähr 90% der Leute auf dem Land), bleibt einen nix Anderes übrig als schlafen zu gehen. Das ist echt hart ab sieben ist alles wie tot. Dafür fängt das leben schon um fünf Uhr morgens an.

 

Am Dienstag sind wir dann früh aufgestanden um die Häuser die von „l’appel“  (die Hilfsorganisation von Jules’ Opa) zu besichtigen und um beim Bau mit anzupacken… Erst mal mussten wir eine Stunde durch einer der schönsten Landschaften die wir je gesehen haben wandern. Die Umgebung dort ist wunderschön. Ihr müsst euch, das ungefähr so vorstellen  wie das Auenland von „Der Herr der Ringe“. Es gibt hunderte kleine Berge / Hügel in deren Tälern sich riesige Teeplantagen erstrecken. Und zwischen den Teefeldern plätschern kleine Flüsse. Es ist so Idyllisch das kann man sich nicht vorstellen.
Als wir dann nach einer guten Stunde Wanderschaft mit Emanuel und ca. 15 Kindern die uns auf Schritt und Tritt verfolgten ankamen, waren wir mitten im Wald. Der Grundriss des Hauses stand schon. Vier Männer waren fleißig am bauen und konnten es gar nicht glauben, dass wir zum helfen gekommen waren. Wie immer mussten wir sie fast zwingen uns helfen zulassen. Also die Häuser auf dem Land in Ruanda werden aus Lehmbacksteinen gebaut. Nach höchstens 1 ½ Stunden mussten wir wieder gehen, da wir uns sonst noch überarbeiten würden. Wir haben echt versucht ihnen klar zumachen, dass wir auch anpacken können. Naja wir mussten dann schließlich aufgeben bevor sie sauer wurden
Nachmittags waren wir dann auf dem Sportplatz des Dorfes und haben den Ball eingeweiht den wir für die Gemeinde mitgebracht hatten. Jules hat Fußball gezockt ( der Pastor auchJ) und Anika hat mit 50 kleinen Kindern gespielt… Jules hatte aber einige Probleme, da der Platz in einem echt krass schlechtem Zustand war. Überall Schlaglöcher und eine Neigung von gefühlten 60°…
Abends hatte Jules dann die Idee, dass der Platz schleunigst begradigt werden muss, doch wir warten bis heute noch auf die Erlaubnis. Das is echt unglaublich man muss hier auf eine Erlaubnis zum helfen warten. Und Obwohl wir bereit sind dieses Projekt zu organisieren und zu leiten wird es wahrscheinlich nicht zustande kommenL

 

Mittwoch morgen sind wir dann wieder zu der Baustelle gewandert und haben neue Lehmbacksteine produziert…und weiter gebaut. Das ist echt eine sehr erfüllende Arbeit. Nachmittags waren wir wieder Fussball zocken und haben abends beim kochen geholfen ( natürlich mussten wir erstmal darum kämpfen helfen zu dürfen). Männer zum Beispiel helfen nie im Haushalt. Wir hatten abends eine sehr interessante Diskussion über die Rollenverteilung in afrikanischen Ehen. Die haben ganz schön komisch geguckt als wir erzählt haben wie das so bei uns in Deutschland ist und als sie meinten, dass Anika schon eine gute Dienerin für Jules sei, mussten wir echt schlucken und uns auf die Zunge beißen… das ist echt wie vor 60 Jahren hier!

 

Am Donnerstag haben wir mit Emaneul die Teefabrik „Mulindi“ der Region besucht und uns wurde alles erklärt… das war sehr interessant und wir haben Tee direkt an der Erzeugerquelle gekauft Danach haben wir ein Erdloch besucht in dem sich der akuelle Präsident des Landes während des Genozids versteckt hat und von wo aus er die Verbrecher bekämpft hat. Nachmittags waren wir an der Grenze zu Uganda und haben dort gegessen. Dann waren wir noch mit Emanuel beim Friseur, da er sich rasieren lassen wollte… und da kam Jules auf die bescheuerteste Idee seines Lebens. Er wollte sich die Haare ausdünnen lassen…von einem Afrikaner!! Naja jetzt sieht er dem entsprechend Scheiße aus (Anika meint er könnte in einer Boygroup mitsingen) und überlegt sich ernsthaft den Kopf zu rasieren…Zum Glück hat der Schnitt nur 70 Cent gekostet

 

Gestern also Freitag ist Anika leider krank gewordenL Sie hat ne Angina oder so und deshalb haben wir beschlossen für das Wochende wieder nach Byumba zufahren, da wir hier Medikamente haben und Strom und nen richtiges Klo auch ganz nett sind, wenn man krank ist.

 

Und Heute haben wir nur gechillt und Anika schläft die meiste Zeit und ich schreibe in den Blog. Aber es geht ihr schon besser und sie nimmt AntibiotikaJ also wird bald wieder!!!

 

Wir hoffen euch geht es gut und wir freuen uns jetzt schon tierisch auf Köln und können es kaum erwarten Nur noch 5 Wochen….6 sind schon vorbei…also fangt schon mal an unsere welcome back party zu organisierenJ

 

Peace & Love   Anika und Jules

8.8.09 19:49, kommentieren

es geht ab nach byumba


hey leute

moin gehts weiter nach bymba......ein kleines dorf im norden, dort wohnen wir ohne strom in der familie von pascal, dem  pastor der das hier alles fuer uns organisiert hat.

aber jetzt erstmal zu den letzten tagen....

donnerstag haben wir besuch von pascal, seiner frau und albert dem bruder der frau bekommen und ein bisschen besprochen wie es die naechsten wochen weiter geht.abends waren wir spontan beim training der ruandischen nationalmannschaft im basketball!!!!hammergeil....die haelfte der spieler spielen auch in den staaten und das sind alles mega bekannte spieler und wir sassen direkt am spielrand!!! (ronny du waerst gestorben ;0))

freitag waren wir morgens bei cpaj, vorerst zum letzten mal (fahren ja nach byumba)und nachmittags haben wir uns zusammen mit alber und moise ein anderes weisenhaus in kigali angeguckt, das war ein krasser unterschied zu cpaj. viel weiter entwickelt, mit strom, wasser und die kinder bekommen 3 mal am tag essen.       danach haben wir ne kleine shoppingtour mit albert gemacht und um 7 sind er und jean-paul (der junge aus cpaj) zu uns gekommen und wir haben zusammen gegessen und waren dann alle in einer ziemlich coolen open air bar mit billiard tisch!!!
anschliessend sind wir ins cadillac gegangen....yaehhhhhhhhhhhhh mal wieder feiern, das ist son laden wie ungefaehr der downtown club, fuer die ruhrpotter schlimmer als prisma, genau die gleiche asi mucke, aber hat trotzdem extrem gerockt. die ruandanesen wissen echt ma wie man ausgelassen tanzt, die gehen voll ab, jules konnte sich kaum vor angeboten retten!!!! wenn man ueber die tanzflaeche gegangen ist hatte man 10 haende UBERALL am koerper!!!aber hat trozdem spass gemacht mal wieder party zu machen!!!

gestern hatten wir den uebelsten kater und haben deshalb eigentlich gar nix gemacht nachmittags haben wir uns dann aus dem bett quaelen muessen, da wir einkaufen mussten...und haben ne riesen mall gefunden, man kam sich vor wie in amerika.  und total krass es hat gestern geregnet!!!!!!!!

heute war wasch- und sporttag....mittags haben wir ueberraschend besuch von einem franzosen bekommen der vor 3 jahren  auch in capj gearbeitet hat und nachmittags haben wir die beiden pariser begruesst mit denen wir morgen nach byumba fahren und die  dieses wochenende angekommen sind.                                        danach waren wir in einem super schoenen restaurant und jetzt sitzen wir gerade (21 uhr) bei uns zu hause im internet raum, draussen ist es schon wieder stockdunkel und man kann von unserem platz ueber die ganze stadt gucken, das sieht echt super schoen aus mit den ganzen lichtern!!!!

wir hoffen wir koennen euch auch weiterhin auf dem laufenden halten, wird aber wahrscheinlich nicht so einfach auf dem land ohne strom ;0) probieren aber 1 mal pro woche ins internet cafe zu gehen.

also keep in touch!!!!                                                                      

peace and love anika & jules 

 

 

 

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22.7.09 17:00, kommentieren

1 Kommentar 22.7.09 16:58, kommentieren